Die künstlerische Karriere startete bei Ful Fillin mit klassischem Graffiti vor ca. 13 Jahren.
„Fasziniert von dem Verbotenem, hat mich schon damals die Idee gecatched, dass Kunst umsonst sein sollte. Für jeden.
Sogar das Risiko für die Kunst zu bezahlen und nichts daran zu verdienen fand ich cool.“
Seine Kunst ist neben Leinwänden und Wänden hauptsächlich auf Glas:
Ink on glass: Die Bilder sind von beiden Seiten zugetagged und können gewendet werden – dadurch hat man 2 Bilder.
Indem man den Hitnergrund beliebig oft tauschen kann, kann man sich selbst immer wieder ein neues Bild schaffen.

Full Fillin sieht die Schönheit in jedem Tag auf der Straße, an jeder Hauswand in jeder S-Bahn.
Ihn interessieren chrom und schwarz Bombings mehr als der perfekte Style. Auch tags haben ihn immer schon mehr gereizt als klassisches
Stylewriting. Er mag es hektisch. Wenn es dreckig wird. Nicht perfekt ist und die Farbe drippt.
Das von der Gesellschaft verachtete am Graffiti fasziniert ihn. Kaum ein Otto Normalbürger findet Tags an einer Hauswand schön.

In diesem neuen Kontext auf Glas wird aus einem einfachen Tag durch Repetieren ein Pattern und dadurch Kunst.

„Doch nicht nur auf Glas tagge ich. Ich tagge so ziemlich alles voll was ich finde. Wände, Motorräder, Lampen, Möbel – alles.
Wie eine Haut legt sich das Muster um alles. Fast wie auf Autopilot – wollte ich es immer Vandalism Deluxe nennen – das passt zu den Münchnern.“

Mein Schaffen: Die primitivsten Mittel, Erscheinungsformen von der Straße nehmen und in einen neuen Kontext setzen.
So werden nicht nur alles vollgetagged, sondern auch Feuerlöscher mit Farbe befüllt und damit gemalt. Es muss immer schnell
gehen. Meine Aufmerksamkeitsspanne ist kurz. Mein Schaffen hektisch.
Am liebsten nehme ich altes Zeug. Alte Bilderrahmen oder Gegenstände und verpasse ihnen einen neuen Zweck.
Upcycling is doch irgendwie cool, oder?
Es gibt genug, wir brauchen dafür nicht noch neues Zeug kaufen.
Broke.Today gründete ich vor einigen Jahren zusammen mit 2 Freunden.
Heute sind wir 5 Künstler und schaffen ganz verschieden. Von Straßen-inspirierter-Kunst, über abstrakte Malerei, digitalen
Arbeiten, Mode bis hin zu klassischem Graffiti. Wir verstehen uns nicht als klassisches geschlossenes Kollektiv. Wir arbeiten
viel mit anderen Künstlern in anderen Städten und haben immer gerne den Austausch. Broke.today weil jeder das Gefühl nur
zu gut kennt.

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fillin@broke.today

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Arthouse

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